Verstandanteportas

Und immer wieder geißelt sich der ARD-Chefredakteur ...

Mittlerweile scheint es fast so, als würde es zur Stellenbeschreibung eines ARD-Chefredakteurs gehören, von Zeit zu Zeit einer tendenziösen Berichterstattung abzuschwören.

Es ist noch gar nicht lange her, da erklärte Kai Kniffke, die "Tagesschau" erhebe keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, und genauso wenig beanspruche man die Deutungshoheit über das politische Geschehen oder wolle den Bürgern weiterhin vorschreiben, was sie zu Glauben hätten. In diesem Zusammenhang müsse man auch lernen, dass die AfD als eine demokratisch legitimierte Partei zu behandeln sei und wolle deshalb zukünftig auf den Zusatz "rechtspopulistisch" verzichten.

Nun hat er in einem kürzlichen Interview des Medienmagazins "Der Journalist" Folgendes zum Besten gegeben:

"Wir haben uns nicht zu positionieren, sondern nur nüchtern zu beschreiben, wie sich Trumps Politik unter Berücksichtigung aller Fakten darstellt. Wir sollten den Teufel tun, unserem Publikum zu sagen, was es zu denken hat. Auch nicht zwischen den Zeilen. Das wäre das Ende unserer Glaubwürdigkeit und ehrlich gesagt auch das Gegenteil von dem, was ich unter gutem Journalismus verstehe."

Sieh an, spricht uns der gute Mann damit nicht aus dem Herzen, ist das nicht einen Applaus wert?!?
Man fragt sich nur, warum diese immer wiederkehrenden theoretischen Anwandlungen so gar nichts mit der medialen Praxis zu tun haben. Entweder Herr Kniffke meint schlicht nicht was er sagt oder er ist ein sehr einsamer Rufer in der medialen Wüstenlandschaft. In jedem Fall jedoch ist es ein Armutszeugnis für den sogenannten Qualitätsjournalismus ...

Andreas Reinhardt / Beitrag v. 10.08.17

Meine Romane

 alle Details

Aktuelle Termine

BUCHBERLIN2018
Berliner Buchmesse
24.+25. November
2018
weitere Infos
________________________________

AUTORENLESUNG/BUCHPREMIERE
"Blutcoltan - Großangriff der zivilisierten Welt"
01. Dezember 2018
17:00 Uhr
Myer's Hotel Berlin
weitere Infos