Verstandanteportas

Der MARSCH FÜR FRAUEN ZUM KANZLERAMT oder
WIE STAAT UND LEITMEDIEN DIE DIKTATUR PROBEN

Wer in diesem Land in Erfahrung bringen möchte wie gelebte Demokratie aussieht, sollte sich besser nicht auf die Regierenden oder die Vierte Gewalt berufen. Von dort erreichen den Bürger eher Lehrstücke darüber, wie Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit perfide ad absurdum geführt werden können und das reiche Erbe der "Aufklärung" verächtlich zu machen ist.

Der MARSCH FÜR FRAUEN ZUM KANZLERAMT vom 17.02.18 offenbarte gelebte Staatsdoktrin. So wurde schwarzvermummten SA-gleichen Schlägertrupps der 'Antifa' der Vorzug gegeben vor betont friedlichen und freiheitlich demokratisch gesinnten Demonstranten aus der Mitte der Gesellschaft. Wer daran teilnahm, bekam das schnell zu spüren ...

Noch bevor die Gastredner von der kurdischen Initiatorin und Menschenrechtlerin Leyla Bilge über den Journalisten David Berger ("philosophia perennis") bis hin zum libanesisch-deutschen Autoren und Fernsehjournalisten Imad Karim auf dem Kreuzberger Mehringplatz vor geschätzt 2.000 Demonstranten zum Zuge kamen, war der menschenverachtende Hass eines in großer Zahl angetretenen Antifa-Mobs lautstark hörbar ("Nazis raus") und mit Schmierereien an den Hauswänden der Umgebung unübersehbar sichtbar ("No AfD!", "FCK AfD").
     Was die genannten Redner angeht, so vereint diese u.a. ihre fundierte Islamkritik sowie ein bekennender Patriotismus, was neben den Rechten und dem Schutz der Frau im Zentrum der Schlüsselbotschaften stand.
     Geifernde "Nazis raus"-Parolen wurden von den Adressaten postwendend und noch lauter zurückgesandt, was die Gegendemonstranten perplex verstummen ließ. Auch ein Pamphlet, welches die selbsterklärten Antifaschisten noch Tage zuvor in die ortsnahen Briefkästen geworfen hatten, verfehlte seine Wirkung nahezu vollständig. Weder deutsche, noch türkische, arabische oder sonstige Mieter zeigten sich gewillt, die Gegendemonstration zahlreich zu unterstützen. Vermutlich war diesen Kreuzberger Bürgern bewusst, dass es mitnichten um rassistische Hetze, einen AfD-Aufmarsch oder um Provokation gehen würde. Und wahrscheinlich waren sie auch nicht amüsiert darüber, dass ihnen von Anarchisten die Häuser beschmiert wurden, wo doch in dem Flugblatt noch von "liebe Nachbarn" die Rede gewesen war ...

Der Marsch zum Kanzleramt endete schließlich bereits nach etwa 400 Metern, unmittelbar vor der Kreuzung Friedrichstraße/Ecke Rudi-Dutschke-Straße. Von da an nahm die einer Demokratie unwürdige Farce ihren finalen Verlauf, nachdem Polizei und 'Antifa' mit Blockaden und Einschränkungen des öffentlichen Nahverkehrs ohnehin schon viele Demonstrationswillige ferngehalten hatten.
     In einem Nadelöhr, vorne und hinten von Polizeikräften eingeschlossen und ohne seitliche Ausweichmöglichkeit, folgte zermürbendes Ausharren in der Kälte. Immer wieder mahnten die Initiatoren zu Ruhe und Besonnenheit, während die Polizei wiederholt vorgab, mehrere hundert blockierende Gegendemonstranten entfernen zu wollen. Informationen machten die Runde, GRÜNEN-Politiker wie Hans-Christian Ströbele hätten sich zu den Gegendemonstranten gesellt oder einzelne zur Rede gestellte Polizisten hätten eingeräumt, von ganz weit oben sei schon früh der Befehl ergangen, nicht zu räumen. In der Tat wirkten die Einsatzkräfte seltsam unentschlossen und passiv. Und wie zu erwarten, war auch kein Wasserwerfer vor Ort, wie es die Durchsetzung des verbrieften Demonstrationsrechtes durchaus gerechtfertigt hätte.
     Als die Organisatorin Leyla Bilge den "Marsch für Frauen" in Abstimmung mit der Polizei letztlich für aufgelöst erklärte, war das der Anfang vom Ende. Den Weg zum Kanzleramt traten die meisten Teilnehmer nicht mehr an. Zum einen wussten 'Antifa' und Polizei auch diese Möglichkeit zu erschweren, zum anderen waren viele Demonstranten von außerhalb angereist und mussten unverrichteter Dinge den Rückweg antreten. Geschätzte 400 Personen fanden sich noch vor dem Kanzleramt ein. Die Stimmung blieb friedlich und von der dringenden Notwendigkeit bestimmt, die Regierung schnellstmöglich abzuwählen sowie deren Politik konsequent zu korrigieren.

Man darf konstatieren, Bundes- und Landesregierung haben verloren. Sie haben verloren, weil das Instrumentalisieren der Polizei in Widerspruch zu geltenden Gesetzen ein krimineller Akt, das Heranzüchten der 'Antifa' zu willfährigen Kettenhunden lediglich einer lupenreinen Diktatur zur Ehre gereicht und weil das den zivilen Ungehorsam und offenen Widerstand im deutschen Volk nur noch weiter befeuern wird.
     Wer den einzelnen Polizeibeamten am besagten Samstag in die Augen geschaut oder gar das Gespräch mit ihnen gesucht hat, konnte spüren, wie unwohl sie sich fühlten. Die Uniformierten wussten genau, wer im Recht war und von wem keine Gefahr ausging. Es waren die besonnenen Frauen nebst männlichen Begleitern, welche es als ihr Grundrecht ansehen, nicht als Kollateralschaden einer desaströsen Flüchtlingspolitik und Islamisierung zu enden - also nicht als erniedrigte, vergewaltigte oder ermordete Menschen zweiter Klasse.

Politiker, Polizei, und 'Antifa' hängen am selben finanziellen Tropf, die Entscheider in der Polizei haben "das richtige" Parteibuch und es herrschen längst Kräfte, die Deutschland bis zur totalen Selbstaufgabe schwächen wollen. Ereignisse wie die gerade geschilderten lassen jedenfalls wenig Spielraum, dieses zu bezweifeln.

Doch der Tragödie 1. Teil war kaum vorbei, da läutete die AfD mit der beantragten Aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag zum Thema "Demonstrationsrechte von Frauen stärken" am 21.02.18 auch schon den 2. Teil zu besagten Vorkommnissen ein. Aus den Reihen von GRÜNEN, LINKSPARTEI, SPD und selbst CDU/CSU wurden Behauptungen aufgestellt, die mich daran zweifeln ließen, ob ich tatsächlich unter den Teilnehmern des "Marsches für Frauen" gewesen bin. Da hieß es u.a.:

... es sei ein Frauenmarsch ohne Frauen gewesen, deren Anteil hätte gerade mal bei 10 % gelegen!
... es hätten keine Frauen mit Migrationshintergrund teilgenommen!
... es hätte sich um eine Propagandashow der AfD gehandelt!
... Leyla Bilge sei gar keine Frauenrechtlerin!
... der Demonstrationszug hätte nur aus rechten Hetzern bestanden!
... die gesamte Demo hätte sich auf Islamfeindlichkeit reduziert, es sei gar nicht um die Rechte und den Schutz von Frauen gegangen!
... es habe sich um keine friedliche Demonstration gehandelt, vielmehr sei von dieser aggressive Gewaltbereitschaft ausgegangen!
... die Gegendemonstranten seien durch und durch friedlich gewesen!

Tja, da kann ich nur noch sagen, wer im eigenen Land solche Volksvertreter am wirken hat, der braucht eigentlich schon keine Feinde mehr. Dagegen könnte wohl nicht einmal Karl Eduard von Schnitzler mit seinem legendär-berüchtigten "Schwarzen Kanal" anstinken.
Und wie leider nicht anders zu erwarten, ergehen sich die Leitmedien einmal mehr im Reflex des Totschweigens oder Tatsachenverdrehens.

Andreas Reinhardt / Beitrag v. 22.02.18

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